Technik

Glossar Notbeleuchtung: 59 Fachbegriffe von A bis Z erklärt

13 Min. LesezeitStand: Oktober 2026Redaktion NOTLUX · TRiALED GmbH
Kurz gesagt

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe der Notbeleuchtung von A bis Z in jeweils ein bis drei Sätzen – von Antipanikbeleuchtung über Bemessungsbetriebsdauer und Dauerschaltung bis Zentralbatterie. Die Definitionen orientieren sich an den Normen DIN EN 1838, DIN EN 50172, DIN EN 50171, DIN EN 60598-2-22, DIN EN 62034 und DIN VDE V 0108-100-1 sowie an den Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Wo ein Begriff ausführlicher behandelt wird, führt ein Link zum passenden Fachartikel.

A–B

Akku (Notleuchtenakku)

Der Akku ist der wiederaufladbare Energiespeicher einer Einzelbatterieleuchte, der die Leuchte bei Netzausfall versorgt. Üblich sind LiFePO4-, NiCd- und NiMH-Zellen, die sich in Lebensdauer, Temperaturverhalten und Umweltbilanz unterscheiden.

Angestrahltes Zeichen

Ein angestrahltes Zeichen ist ein Rettungszeichen, das von außen durch eine separate Leuchte beleuchtet wird. Für die Erkennungsweite gilt nach DIN EN 1838 der Distanzfaktor 100, also nur halb so viel wie bei einem hinterleuchteten Zeichen.

Antipanikbeleuchtung

Antipanikbeleuchtung ist der Teil der Sicherheitsbeleuchtung, der in größeren Flächen ohne ausgewiesene Rettungswege Panik vermeiden und das Erreichen eines Rettungswegs ermöglichen soll. DIN EN 1838 fordert mindestens 0,5 lx horizontal auf der freien Bodenfläche, ohne einen 0,5 m breiten Randstreifen. Details im Artikel Antipanikbeleuchtung.

Arbeitsplatz mit besonderer Gefährdung

Ein Arbeitsplatz mit besonderer Gefährdung ist ein Bereich, in dem ein plötzlicher Lichtausfall eine unmittelbare Gefahr für Beschäftigte oder andere Personen darstellt, etwa an laufenden Maschinen oder in Laboren. Die Sicherheitsbeleuchtung muss dort mindestens 10 % der normalen Beleuchtungsstärke, mindestens aber 15 lx liefern und innerhalb von 0,5 Sekunden wirksam sein.

ASR A2.3

Die ASR A2.3 ist die Technische Regel für Arbeitsstätten „Fluchtwege und Notausgänge“, die die Arbeitsstättenverordnung für Fluchtwege konkretisiert. Sie regelt unter anderem, wann Fluchtwege gekennzeichnet werden müssen und wann eine Sicherheitsbeleuchtung zu prüfen ist.

ASR A3.4

Die ASR A3.4 ist die Technische Regel für Arbeitsstätten zur Beleuchtung, in die die Inhalte der früheren ASR A3.4/3 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“ übernommen wurden. Maßgeblich ist jeweils die aktuell bekannt gemachte Fassung.

Bemessungsbetriebsdauer

Bemessungsbetriebsdauer ist die vom Hersteller angegebene Zeit, über die eine Notleuchte im Notbetrieb ihren Bemessungslichtstrom liefert. Üblich sind 1 h, 3 h oder 8 h; welche Dauer gefordert ist, ergibt sich aus Nutzung, Bauordnungsrecht und Brandschutzkonzept, siehe Bemessungsbetriebsdauer.

Bereitschaftsschaltung

Bereitschaftsschaltung ist eine Betriebsart, bei der die Notleuchte im Normalbetrieb aus ist und sich erst bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung einschaltet. Sie ist die typische Betriebsart für Leuchten, die Rettungswege und Flächen ausleuchten.

Beleuchtungsstärke

Beleuchtungsstärke ist der Lichtstrom, der auf eine Fläche fällt, gemessen in Lux (lx). In der Notbeleuchtung wird sie in der Regel horizontal am Boden bewertet, bei Sicherheitseinrichtungen vertikal.

Betriebsdauertest

Der Betriebsdauertest ist die Prüfung, bei der die Notbeleuchtung über ihre volle Bemessungsbetriebsdauer im Notbetrieb betrieben wird. Er ist nach DIN EN 50172 mindestens jährlich durchzuführen und zu dokumentieren.

Brandschutzkonzept

Das Brandschutzkonzept ist die gebäudebezogene Beschreibung, mit welchen baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen die Schutzziele des Brandschutzes erreicht werden. Es legt häufig fest, wo Sicherheitsbeleuchtung nötig ist, welche Bemessungsbetriebsdauer gilt und welches Versorgungssystem vorgesehen ist.

D–E

Dauerschaltung

Dauerschaltung ist eine Betriebsart, bei der die Notleuchte während der Nutzungszeit ständig leuchtet und bei Netzausfall ohne Unterbrechung weiterleuchtet. Rettungszeichenleuchten werden häufig in Dauerschaltung betrieben, damit das Zeichen jederzeit erkennbar ist.

DIN EN 1838

DIN EN 1838 ist die europäische Norm für die lichttechnischen Anforderungen an Sicherheitsbeleuchtung. Sie legt unter anderem Beleuchtungsstärken, Gleichmäßigkeit, Einschaltzeiten, Farbwiedergabe und Anforderungen an Rettungszeichen fest.

DIN EN 50171

DIN EN 50171 ist die europäische Norm für zentrale Sicherheitsstromversorgungssysteme, also Gruppen- und Zentralbatterieanlagen. Sie unterscheidet zwischen LPS und CPS.

DIN EN 50172

DIN EN 50172 ist die europäische Norm für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, die Planung, Errichtung, Dokumentation und wiederkehrende Prüfung regelt. In Deutschland wird sie durch die DIN VDE V 0108-100-1 ergänzt.

DIN EN 60598-2-22

DIN EN 60598-2-22 ist die Produktnorm für Leuchten für Notbeleuchtung. Sie legt die sicherheitstechnischen und funktionalen Anforderungen an Notleuchten fest, etwa an Umschaltung, Ladung und Kennzeichnung.

DIN EN 62034

DIN EN 62034 ist die Norm für automatische Prüfsysteme für batteriebetriebene Sicherheitsbeleuchtung. Sie beschreibt, wie selbstprüfende Leuchten und Prüfsysteme Funktions- und Betriebsdauertests durchführen und Ergebnisse anzeigen.

DIN VDE V 0108-100-1

DIN VDE V 0108-100-1 ist die deutsche Vornorm, die DIN EN 50172 für Deutschland ergänzt. Sie enthält unter anderem Festlegungen zu Schaltungsarten, Bemessungsbetriebsdauern und Prüfungen für bestimmte Gebäudearten.

DIN ISO 7010

DIN ISO 7010 (auch DIN EN ISO 7010) ist die Norm für grafische Symbole und registrierte Sicherheitszeichen, darunter die grünen Rettungszeichen wie E001 und E002 „Notausgang“. Ältere Piktogramme nach DIN 4844 oder BGV A8 sollten bei Gelegenheit ersetzt werden.

Distanzfaktor

Der Distanzfaktor ist die Zahl, mit der die Piktogrammhöhe eines Rettungszeichens multipliziert wird, um die Erkennungsweite zu berechnen. Er beträgt nach DIN EN 1838 200 für hinterleuchtete und 100 für angestrahlte Zeichen.

Einschaltzeit

Die Einschaltzeit ist die Zeit, die die Sicherheitsbeleuchtung nach einem Netzausfall braucht, um die geforderte Beleuchtungsstärke zu erreichen. Für Rettungswege gelten nach DIN EN 1838 50 % nach 5 Sekunden und 100 % nach 60 Sekunden. Siehe auch Umschaltzeit.

Einzelbatteriesystem

Ein Einzelbatteriesystem ist eine Sicherheitsbeleuchtung, bei der jede Leuchte ihren eigenen Akku und ihre eigene Lade- und Umschalteinrichtung besitzt. Es braucht weder Batterieraum noch Funktionserhaltverkabelung, siehe Einzelbatterie oder Zentralbatterie.

Erkennungsweite

Erkennungsweite ist die größte Entfernung, aus der ein Rettungszeichen noch eindeutig erkannt werden kann. Sie berechnet sich als Piktogrammhöhe mal Distanzfaktor, siehe Rettungszeichen und Erkennungsweite.

Ersatzbeleuchtung

Ersatzbeleuchtung ist der Teil der Notbeleuchtung, der bei Netzausfall das Weiterführen der normalen Tätigkeit ermöglicht. Sie dient nicht in erster Linie dem Personenschutz und ist meist eine betriebliche Entscheidung, keine gesetzliche Pflicht.

F–G

Farbwiedergabe (Ra)

Der Farbwiedergabeindex Ra ist ein Maß dafür, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen. DIN EN 1838 fordert für Sicherheitsbeleuchtung mindestens Ra 40, damit Sicherheitsfarben erkennbar bleiben.

Fluchtweg

Fluchtweg ist der Begriff des Arbeitsstättenrechts für Verkehrswege, über die Personen eine Arbeitsstätte im Gefahrenfall verlassen und sich in Sicherheit bringen können. Im Bauordnungsrecht und in den Normen wird überwiegend der Begriff Rettungsweg verwendet.

Funktionserhalt

Funktionserhalt ist die Fähigkeit einer Kabelanlage, im Brandfall für eine festgelegte Zeit funktionsfähig zu bleiben. Für Leitungen zu Sicherheitsleuchten wird nach der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie in der Regel ein Funktionserhalt von 30 Minuten (E30) gefordert; Einzelbatterieleuchten benötigen ihn nicht.

Funktionsprüfung

Die Funktionsprüfung ist der kurze, regelmäßige Test, bei dem ein Netzausfall simuliert und geprüft wird, ob alle Leuchten auf Notbetrieb umschalten. Sie ist nach DIN EN 50172 monatlich vorgesehen.

Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist die vom Arbeitgeber nach Arbeitsschutzrecht zu erstellende Bewertung der Gefährdungen am Arbeitsplatz. Sie ist in Arbeitsstätten die Grundlage für die Entscheidung, ob eine Sicherheitsbeleuchtung erforderlich ist.

Gleichmäßigkeit

Gleichmäßigkeit ist das Verhältnis von größter zu kleinster Beleuchtungsstärke in einem Bereich. Für Rettungswege und Antipanikflächen darf es nach DIN EN 1838 höchstens 40 : 1 betragen.

Gruppenbatterie (LPS)

Eine Gruppenbatterie ist eine zentrale Sicherheitsstromversorgung mit begrenzter Leistung, die eine überschaubare Zahl von Leuchten versorgt. DIN EN 50171 bezeichnet sie als LPS (Low Power Supply System).

H–K

Hinterleuchtetes Zeichen

Ein hinterleuchtetes Zeichen ist ein Rettungszeichen, das von innen durchleuchtet wird, wie bei einer Rettungszeichenleuchte. Durch den Distanzfaktor 200 ist es bei gleicher Größe doppelt so weit erkennbar wie ein angestrahltes Zeichen.

Hochhaus

Ein Hochhaus ist nach der Musterbauordnung ein Gebäude, bei dem der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraums mehr als 22 m über der Geländeoberfläche liegt. Für Hochhäuser verlangt die Muster-Hochhaus-Richtlinie eine Sicherheitsbeleuchtung, auch bei Wohnhochhäusern.

IP-Schutzart

Die IP-Schutzart ist die Kennzeichnung nach DIN EN 60529, wie gut ein Gehäuse gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Für trockene Innenräume genügt oft IP20, für Feuchträume, Tiefgaragen oder Außenbereiche sind höhere Schutzarten wie IP65 üblich.

L–N

Langnachleuchtendes Zeichen

Ein langnachleuchtendes Zeichen ist ein Sicherheitszeichen aus photolumineszierendem Material, das nach Anregung durch Licht eine gewisse Zeit nachleuchtet. Es ersetzt keine vorgeschriebene Sicherheitsbeleuchtung, kann aber dort genügen, wo keine Sicherheitsbeleuchtung gefordert ist.

Leuchtdichte

Leuchtdichte ist die Helligkeit einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche, gemessen in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Für Rettungszeichen fordert DIN EN 1838 in der grünen Sicherheitsfarbe mindestens 2 cd/m².

LiFePO4

LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) ist eine Lithium-Akkutechnologie, die sich durch hohe Zyklenfestigkeit, thermische Stabilität und den Verzicht auf Cadmium auszeichnet. In Notleuchten verträgt sie die dauerhafte Ladeerhaltung meist besser als ältere NiCd- oder NiMH-Akkus.

Lux (lx)

Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke; ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Sicherheitsbeleuchtung arbeitet mit niedrigen Werten wie 1 lx auf Rettungswegen oder 0,5 lx in Antipanikflächen.

Mittellinie

Die Mittellinie ist die gedachte Linie in der Mitte eines Rettungswegs, auf der die Beleuchtungsstärke bewertet wird. Bei Rettungswegen bis 2 m Breite müssen dort nach DIN EN 1838 mindestens 1 lx erreicht werden.

NiCd- und NiMH-Akku

NiCd (Nickel-Cadmium) und NiMH (Nickel-Metallhydrid) sind ältere Akkutechnologien, die in vielen Bestandsleuchten verbaut sind. Wegen des Cadmiums unterliegen NiCd-Akkus in der EU Beschränkungen, für Notbeleuchtung galten bislang Ausnahmen; neue Leuchten setzen zunehmend auf Lithium-Technik.

Notbeleuchtung

Notbeleuchtung ist der Oberbegriff für jede Beleuchtung, die bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung wirksam wird. Sie umfasst die Sicherheitsbeleuchtung und die Ersatzbeleuchtung.

Notleuchte

Eine Notleuchte ist eine Leuchte, die bei Netzausfall Licht abgibt, entweder aus einem eigenen Akku oder aus einer zentralen Sicherheitsstromversorgung. Sie muss die Anforderungen der DIN EN 60598-2-22 erfüllen.

Notstromtreiber

Ein Notstromtreiber ist ein Einbaumodul mit Akku, das eine normale LED-Leuchte bei Netzausfall weiterversorgt und sie so zur Notleuchte macht. Er wird häufig zur Modernisierung bestehender Beleuchtung eingesetzt.

O–R

Optik

Die Optik ist der Teil einer Notleuchte, der das Licht gezielt verteilt. Flurlinsen mit breiter, länglicher Lichtverteilung eignen sich für Rettungswege, rotationssymmetrische Weitwinkeloptiken für Antipanikflächen.

Prüfbuch

Das Prüfbuch ist die Dokumentation aller Prüfungen, Störungen und Instandsetzungen einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage. Es ist nach DIN EN 50172 zu führen und kann auch digital geführt werden, siehe Prüfbuch Notbeleuchtung.

Prüfsachverständiger

Ein Prüfsachverständiger ist eine bauordnungsrechtlich anerkannte Person, die sicherheitstechnische Anlagen in Sonderbauten bei Inbetriebnahme und wiederkehrend prüft. Die Prüfpflicht und die Fristen ergeben sich aus den Prüfverordnungen der Länder.

Rettungsweg

Ein Rettungsweg ist ein Weg, über den Personen ein Gebäude im Gefahrenfall verlassen und über den Einsatzkräfte es erreichen können. Das Bauordnungsrecht verlangt in der Regel zwei voneinander unabhängige Rettungswege je Nutzungseinheit mit Aufenthaltsräumen.

Rettungswegbeleuchtung

Rettungswegbeleuchtung ist der Teil der Sicherheitsbeleuchtung, der Rettungswege und Ausgänge erkennbar und sicher benutzbar macht. Bei Rettungswegen bis 2 m Breite fordert DIN EN 1838 mindestens 1 lx auf der Mittellinie.

Rettungszeichen

Ein Rettungszeichen ist ein grünes Sicherheitszeichen nach DIN ISO 7010, das den Weg zu einem Notausgang, zur Ersten Hilfe oder zu einer Rettungseinrichtung anzeigt. Es muss so angebracht sein, dass von jedem Punkt des Rettungswegs ein Zeichen erkennbar ist.

Rettungszeichenleuchte

Eine Rettungszeichenleuchte ist eine Notleuchte mit hinterleuchtetem Rettungszeichen, die das Zeichen auch bei Netzausfall sichtbar hält. Sie wird häufig in Dauerschaltung betrieben.

S

Selbsttest

Ein Selbsttest ist eine automatische Prüfung, bei der die Notleuchte Funktions- und Betriebsdauertests selbst durchführt und das Ergebnis anzeigt oder meldet. Grundlage ist DIN EN 62034, siehe Selbsttest von Notleuchten.

Sicherheitsbeleuchtung

Sicherheitsbeleuchtung ist der Teil der Notbeleuchtung, der Personen das sichere Verlassen eines Gebäudes oder das gefahrlose Beenden einer Tätigkeit ermöglicht. Sie gliedert sich in Rettungswegbeleuchtung, Antipanikbeleuchtung und Beleuchtung von Arbeitsplätzen mit besonderer Gefährdung.

Sicherheitseinrichtung

Sicherheitseinrichtungen sind im Sinne der DIN EN 1838 Feuerlöscher, Handfeuermelder, Erste-Hilfe-Stellen und vergleichbare Einrichtungen. Liegen sie nicht in einem ohnehin ausgeleuchteten Bereich, sind dort mindestens 5 lx vertikal gefordert.

Sonderbau

Ein Sonderbau ist ein Gebäude besonderer Art oder Nutzung, für das das Bauordnungsrecht zusätzliche Anforderungen stellt, etwa Versammlungsstätten, Verkaufsstätten, Beherbergungsstätten, Hochhäuser oder Großgaragen. Für viele Sonderbauten ist Sicherheitsbeleuchtung ausdrücklich vorgeschrieben.

Status-LED

Die Status-LED ist die Anzeige an einer Notleuchte, die Betriebszustand, Ladezustand und Prüfergebnisse signalisiert. Die Bedeutung der Farben und Blinkmuster ist herstellerabhängig.

T–Z

Umschaltzeit

Die Umschaltzeit ist die Zeit zwischen dem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung und dem Einschalten der Notbeleuchtung. Sie ist von der Einschaltzeit zu unterscheiden, die angibt, wann die geforderte Beleuchtungsstärke erreicht ist.

Wartungsfaktor

Der Wartungsfaktor ist ein Planungsfaktor, der den Rückgang des Lichtstroms durch Alterung und Verschmutzung berücksichtigt. Er sorgt dafür, dass die geforderten Mindestwerte auch am Ende der Nutzungsdauer erreicht werden.

Wegeleuchte

Eine Wegeleuchte ist eine Sicherheitsleuchte ohne Piktogramm, die den Boden von Rettungswegen oder Flächen ausleuchtet. Sie wird meist in Bereitschaftsschaltung betrieben.

Zentralbatterie (CPS)

Eine Zentralbatterie ist eine zentrale Sicherheitsstromversorgung ohne Leistungsbegrenzung, die alle Sicherheitsleuchten eines Gebäudes oder großer Gebäudeteile über ein eigenes Leitungsnetz versorgt. Sie erfordert in der Regel einen eigenen Betriebsraum und Leitungen mit Funktionserhalt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Notbeleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung?

Notbeleuchtung ist der Oberbegriff für jede Beleuchtung, die bei Netzausfall wirkt. Sicherheitsbeleuchtung ist der Teil davon, der dem Personenschutz dient, also Rettungswege, Antipanikflächen und Gefährdungsarbeitsplätze ausleuchtet. Die zweite Teilgruppe, die Ersatzbeleuchtung, dient dem Weiterarbeiten.

Was bedeuten LPS und CPS?

Beide Abkürzungen stammen aus DIN EN 50171. LPS (Low Power Supply System) bezeichnet eine Gruppenbatterieanlage mit begrenzter Leistung, CPS (Central Power Supply System) eine Zentralbatterieanlage ohne diese Begrenzung.

Was ist der Unterschied zwischen Dauerschaltung und Bereitschaftsschaltung?

In Dauerschaltung leuchtet die Notleuchte während der Nutzungszeit ständig und bei Netzausfall weiter. In Bereitschaftsschaltung ist sie im Normalbetrieb aus und schaltet sich erst bei Netzausfall ein. Welche Schaltung gefordert ist, ergibt sich aus Norm, Nutzung und Brandschutzkonzept.

Sind Rettungsweg und Fluchtweg dasselbe?

Inhaltlich weitgehend ja, die Begriffe stammen aber aus unterschiedlichen Rechtsbereichen. „Fluchtweg“ verwendet das Arbeitsstättenrecht, etwa die ASR A2.3, „Rettungsweg“ das Bauordnungsrecht und die Normen. Ein Rettungsweg dient zusätzlich als Angriffsweg für die Feuerwehr.

Redaktion NOTLUX · TRiALED GmbHFachredaktion für Not- und Sicherheitsbeleuchtung
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